Diabetes: Immer mehr Kinder erkranken an Typ 1


GlucometerDiabetes ist immer weiter auf dem Vormarsch, allerdings nicht nur Typ 2, sondern auch Typ 1. Allerdings erkranken hier immer mehr Kinder. Die Ursachen sind für Typ 1 relativ unklar. Allerdings sind technische Innovationen auf dem Vormarsch um den Kindern ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen.

Diabetes mutiert in Deutschland immer mehr zur Volkskrankheit. Die meisten Menschen denken nur Übergewichtige und alte Menschen erkranken an Diabetes. Doch dies entspricht nicht ganz der Wahrheit. So erkranken auch immer mehr Kinder an Diabetes Typ 1.

So beobachten Wissenschaftler immer öfter, dass Diabetes immer früher ausbricht, doch die Gründe hierfür sind weitestgehend unklar. Somit ist Diabetes in der Zwischenzeit schon die häufigste Stoffwechselkrankheit bei Kindern. Bei den unter 18 Jahre alten Jugendlichen leiden mittlerweile 30.000 an Diabetes Typ 1.

Immunsystem entgleist

Je nach Quelle steigen die Erkrankungen pro Jahr um zwei bis vier Prozent an. Wenn Diabetes ausbricht, entgleist das menschliche Immunsystem und zerstört die Zellen, die für die Produktion von Insulin zuständig sind. Bei Diabetes Typ 2, auch unter dem Namen Alterdiabetes bekannt, wirkt das Insulin nicht mehr ausreichend.

Übergewicht ist in diesem Fall oft die Ursache. Bei Kindern spielt diese Form der Diabetes eine weit geringere Rolle. Die meisten Diabetesfälle vom Typ 1 bei Kindern gibt es aktuellen Zahlen zu Folge in Finnland. Auch hier sind die Gründe unbekannt, die Wissenschaftler vermuten aber das bestimmte Viruserkrankungen das Risiko ansteigen lassen.

Jüngste Patienten sind Kleinkinder

Gut 20 Gene stehen mit Diabetes Typ 1 in Zusammenhang. Vitaminmangel könnte auch eine entscheidende Rolle spielen, genauso wie die Ernährung. Süßigkeiten, wie meist von Eltern vermutet, spielen hingegen keine Rolle. Bis heute gibt es eine Menge offene Fragen, daher werben Organisationen wie DiabetesDE um Spenden für die Forschung.

Die jüngsten Patienten sind Kleinkinder, was auch große Belastungen für die Familie darstellt, denn immerhin muss sieben Mal am Tag der Blutzucker bestimmt werden. Insulin muss etwa vier Mal am Tag gespritzt werden. Das Problem bei Kindern: Wachstum, Infektionen und Bewegungsdrang beeinflussen den Stoffwechsel und sind nicht vorhersehbar.

Hoher Zuckerwert kann tödlich sein

Ein zu hoher Zuckerwert kann in Einzelfällen sogar tödlich sein, ein zu niedriger ist aber auch gefährlich, weil das Bewusstsein getrübt wird. Auch wenn die Kinder älter werden wird es nicht einfacher. Durch den Genuss von Alkohol besteht das Risiko einer Unterzuckerung.

Aber auch Exstasy kann für eine Unterzuckerung verantwortlich sein. Hat also jemand drei Nächte durchgetanzt und ist dann vollkommen unterzuckert, kann ihn nichts mehr retten.

Meisten Patienten zwischen 25 und 35

Bei Diabetes Typ 2 spielen eher genetische Faktoren eine große Rolle. Aber auch mangelnde Bewegung und Übergewicht sind entscheidend für den Ausbruch der Krankheit. Derzeitig leiden sechs Millionen Deutsche an dieser Zuckerkrankheit und da die deutsche Bevölkerung immer dicker wird, steigt auch die Zahl der Diabetes Typ 2- Erkrankten.

Hier erkranken auch immer mehr Jugendliche, Kinder sind nur selten betroffen. Diabetes Typ 2 ist aber meistens immer erst die Endstufe. So stimmt es auch nicht das Diabetes Typ 2 bei Kindern immer mehr zunimmt. Die meisten Patienten sind zwischen 25 und 35.

Zwangsabgabe auf zuckerhaltige Getränke

Daher wurde in vielen Ländern auf zuckerhaltige Getränke eine Zwangsabgabe erhoben, um Übergewicht und Diabetes vorzubeugen. Auch Länder wie Mexico denken darüber nach, prozentual gibt es dort mehr Übergewichtige als in den USA, fast jeder Zehnte ist an Diabetes erkrankt.

Auch in Deutschland ist eine Zuckersteuer durchaus denkbar. Aber auch Einschränkungen bei Eröffnungen von Fast- Food- Restaurants sind im Bereich des Möglichen. Andere Länder haben zum Beispiel einen nationalen Diabetes- Plan. Familien müssten in Deutschland besser unterstützt und Schulen besser vorbereitet werden.

Erstmals künstliche Bauchspeicheldrüse getestet

Diabetes Typ 2 lässt sich am besten mit Bewegung und Abnehmen behandeln. Bei Typ 1 gibt es hingegen keine Hoffnung auf Genesung. Hier kann nur Insulin gegeben werden. Allerdings sind technische Lösungen auf dem Vormarsch. So wurde an einem Patienten erstmalig eine künstliche Bauchspeicheldrüse getestet.

Sie bestimmt automatisch den Zuckergehalt im Blut und gibt je nach Bedarf Insulin ab. Bis diese Entwicklung Marktreife erreicht hat, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Aber es könnte eine Hoffnung für die Kinder sein, die jetzt an Diabetes erkranken.

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