Gesetzliche Krankenkassen dürfen bei Kranken keinen Druck machen


Der Patientenbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), will kranke Arbeitnehmer davor schützen, von ihrer gesetzlichen Krankenkasse vorzeitig zur Arbeit gedrängt zu werden.

So würden gesetzlich Versicherte zum Beispiel durch regelmäßige Telefonanrufe oder sehr intime Fragen unter Druck gesetzt, sich schnell wieder arbeitsfähig zu erklären, betonte der Politiker bei einer Veranstaltung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin.

Dieser unmöglichen Praxis der gesetzlichen Krankenkassen solle per Gesetz ein Riegel vorgeschoben werden. So werde im Entwurf für ein Versorgungsstärkungsgesetz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) geregelt, dass Versicherte mit Krankengeld einen Rechtsanspruch auf Beratung und Hilfestellung durch die Kasse haben, so der Politiker weiter. Die Beratung sei somit eindeutig freiwillig.

Zahlungen können nicht eingestellt werden

Die Zahlungen könnten nicht eingestellt werden, wenn sie abgelehnt werde. Gesetzlich Versicherte müssten außerdem schriftlich in die Erhebung und Nutzung ihrer Daten einwilligen. „Sie dürfen also nicht (…) plötzlich am Telefon mit Fragen überrumpelt werden, wird der Politiker weiter zitiert.

Im Sommer des laufenden Jahres hatte die UPD festgestellt, dass gesetzliche Krankenkassen und Mediziner zehntausenden Patienten ungerechtfertigt Krankengeld, Therapien oder Informationen vorenthalten. Laumann versprach zum damaligen Zeitpunkt, sich der Sache anzunehmen und nach einem halben Jahr die Öffentlichkeit zu informieren.

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