Pflegereform: Krankenkassen sollen Behandlungspflege bezahlen


Im kommenden Jahr soll nun endlich die Pflegereform kommen, doch offensichtlich wird sie teurer als bisher angenommen. Daher sollen die Krankenkassen mit ins Boot geholt werden. Aktuellen Medienberichten zufolge sollen die Krankenkassen für die Behandlungspflege aufkommen.

Die Pflegereform war ja schon längst überfällig, nun kommt sie endlich, doch offensichtlich wird sie deutlich teuer, als von den Experten im Vorfeld angenommen. Damit die Kosten nicht explodieren, spielt das Gesundheitsministerium mit dem Gedanken, auch die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten zu beteiligen.

So sollen die gesetzlichen Krankenkassen zum Beispiel für die Behandlungspflege aufkommen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ hervor. So soll den Krankenkassen die medizinische Betreuung der Pflegefälle in Rechnung gestellt werden.

Behandlungspflege zahlen zur Zeit die Pflegekassen

Die Behandlungspflege schlägt jedes Jahr mit etwa zwei Milliarden Euro zu Buche, heißt es in dem Bericht der deutschen Tageszeitung weiter. Besonders häufig fällt die Behandlungspflege in Pflegeheimen an. Zur Behandlungspflege zählt zum Beispiel das Messen von Blutdruck und Puls, die Wundversorgung oder der Verbandswechsel.

Im Moment müssen die Pflegekassen diese Rechnungen begleichen. Aber eigentlich fallen diese Leistungen in den Bereich der medizinischen Betreuung und zählen nicht zur eigentlichen Pflege, so die Zeitung weiter. Müssen die gesetzlichen Krankenkassen wirklich diese Kosten übernehmen, könnten zusätzliche Mittel frei werden.

Pflegeversorgungsfond bringt wenig Entlastung

Ab dem Jahr 2015 soll dann auch der Pflegeversorgungsfond kommen, doch einer aktuellen Studie zufolge, könnte dieser Fond, der zur späteren Stabilisierung der Beiträge beitragen soll, wenig Entlastung bringen. Die Pflegereform wird derzeitig im Bundestag beraten.

Außer dem erwähnten Pflegeversorgungsfond sind eine Anhebung der Leistungen und mehr Betreuung ab dem kommenden Jahr vorgesehen. Ab dem Jahr 2017 sind dann mehr Aufnahmen von Bedürftigen vorgesehen.

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