OECD- Gesundheitsbericht 2012: Ausgaben für Gesundheit gehen in der EU zurück


Die Gesundheitsausgaben sind in der EU im Jahr 2010 gesunken. Nur in Deutschland steigen die Ausgaben. Am stärksten gingen die Ausgaben in Irland zurück.

In Zeiten der Finanzkrise schrauben viele Staaten ihre Ausgaben für Gesundheit zurück. Dies teilte die OECD mit, doch nicht so Deutschland. Hierzulande wurden die Ausgaben für Gesundheit angehoben. Betrachtet man die Europäische Union, so sind die Gesundheitsausgaben seit 1975 zum ersten Mal gesunken.

Dies ist das Ergebnis des OECD- Gesundheitsberichts 2012. Doch Deutschland stellt sich diesem Trend entgegen. Im Jahr 2010 stiegen die Ausgaben für Gesundheit pro Kopf in Deutschland um durchschnittlich 2,7 Prozent. In der Europäischen Union hingegen sanken die Ausgaben um 0,6 Prozentpunkte. In den Jahren 2000 bis 2009 stiegen die Ausgaben hingegen um jährlich 4,6 Prozent.

Sieben Prozent Rückgang

Den stärksten Einbruch erlebten die Länder Irland, Estland, und Island. Hier sanken die Ausgaben für Gesundheit um sieben Prozent. Auch in Griechenland nahmen die Ausgaben für Gesundheit mit 6,7 Prozent recht deutlich ab. Dennoch soll der Zugang zur hochwertigen Gesundheitsversorgung weiterhin die Normbleiben. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie gut den Ländern dies gelungen ist.

Die größten Einsparungen wurden bei Gesundheits- und Vorsorgeprogrammen vorgenommen, weil bei der Akutmedizin kein großer Spielraum bestand. Gerade mal drei Prozent des Gesundheitsbudgets in der EU flossen in die Prävention. In Deutschland war die Vorsorge der einzige Sektor, in dem die Ausgaben im Jahr 2010 gesunken sind.