Lebertransplantationen an zwei bayrischen Kliniken gestoppt


Als Konsequenz aus dem Transplantationsskandal in Bayern im vergangenen Jahr, dürfen zwei Kliniken keine Lebern mehr verpflanzen. Betroffen sind die Kliniken rechts der Isar, sowie eine Klinik in Erlangen. Allerdings bleiben die Therapiezentren erhalten.

Im vergangenen Jahr kam es zu einem Manipulationsskandal im Münchener Klinikum. Als Konsequenz daraus soll die Klinik rechts der Isar keine Lebern mehr verpflanzen dürfen. Der amtierende Wissenschaftsminister des Bundeslandes Bayerns, Marcel Huber, sprach sich am Mittwoch in München für eine Neustrukturierung der Lebertransplantationen im Freistaat aus.

Nur noch drei Kliniken sollen Lebern in Bayern verpflanzen

Geht es nach dem Willen des Ministers, sollen zukünftig nur noch drei Kliniken in Bayern diese Transplantationen durchführen dürfen. Zu ihnen gehören Großhadern in München, sowie die Kliniken in Würzburg und Regensburg. Im vergangenen Jahr waren drei Fälle von Manipulationen bei der Vergabe einer Spenderleber in Bayern laut geworden. Alle drei Fälle hatten sich im Klinikum rechts der Isar zugetragen und hatten einen Skandal ausgelöst.

Außerdem wird auch das Transplantationsprogramm im Erlangen geschlossen. Allerdings sollen Therapiezentren für Leberpatienten an beiden Standorten erhalten bleiben, wie es am Mittwoch dieser Woche weiter hieß.

Andere Organe dürfen weiter verpflanzt werden

Andere Organe dürfen auch an den beiden Standorten weiter verpflanzt werden. Über die Aufhebung der Zulassungen soll dann Anfang nächsten Monats der Krankenhausplanungsausschuss entscheiden. Wie Huber in einem Interview erklärte, sollen diese Veränderungen in erster Linie Effizienz und neues Vertrauen bringen.

Zudem will die Landesregierung verhindern, dass zu viele Kliniken um die wenigen Organe konkurrieren und unter Umständen zu unsauberen Mitteln greifen. Patientenvertreter begrüßten die Neuregelungen.

Bessere Versorgung der Patienten

Weniger Kliniken, bedeuten auch höhere Auslastung und bessere Versorgung der Patienten. Dadurch ist auch eine effektive Kontrolle möglich, so Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Zudem forderte er eine Konsequenten für ganz Deutschland. Nicht nur im Freistaat, sondern in ganz Deutschland gibt es eine ungesunde Konkurrenz zwischen den einzelnen Transplantationszentren, so Brysch zum Abschluss.

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