Studie: Substanz soll Sonnenbrand verhindern


Gehört Sonnenbrand bzw. der daraus resultierende Schmerz bald der Vergangenheit an? Mediziner haben in einer Studie eine Substanz entdeckt, die für den Schmerz des Sonnenbrandes verantwortlich ist. In gut 5 Jahren könnte die erste Creme auf den Markt kommen, die diese Substanz blockiert.

Keiner mag ihn, aber jeder hat ihn schon mehrfach gehabt: Den Sonnenbrand. Je nach Stärke kann der Sonnenbrand sehr schmerzhaft sein. Wissenschaftler wollen aber nun eine Substanz in Hautzellen entdeckt haben, die für den Schmerz beim Sonnenbrand verantwortlich ist. Bei einem aktuellen Experiment mit Mäusen konnten die Forscher das Molekül blockieren, was die Hautzellen vor UV- Strahlen schützte- zumindest kurzzeitig.

Laut den aktuellen Bericht der Wissenschaftler ist der Ionenkanal TRPV4 der Dreh und Angelpunkt der Schmerzreaktion bei einem Sonnenbrand. Dieser schaltet den Schmerz bei zu starker Sonnenstrahlung ein. Ionenkanäle sind Moleküle, die geladene Atome durch die Zellmembran schleusen.

Ohne TRPV4 weniger Schmerzen

Die Wissenschaftler haben TRPV4 bei Mäusen ausgeschaltet und die Hinterpfoten der Tiere UVB-Strahlung ausgesetzt. Die Versuchstiere ohne TRPV4 hatten weniger Schmerzen und ihre Haut war nach dem künstlich erzeugten Sonnenbrand weniger in Mitleidenschaft gezogen.

UVB- Strahlung bewirkt, dass sich TRPV4 öffnet und Kationen in die Hautzellen einströmen. Dadurch wird eine Rückkopplungsschleife ausgelöst. Die Substanz Endothelin wird daraufhin ausgeschüttet, sie bindet an spezielle Rezeptoren, die ihrerseits den Ionenkanal TRPV4 öffnen. Besonders interessant: Die Wahrnehmung von Licht in der Netzhaut funktioniert auf eine ähnliche Art und Weise.

Ionenkanäle lassen sich leicht blockieren

Zwar ist UVB- Strahlung kurzweiliger als Licht, aber der Mechanismus ist mit den Erkenntnissen der Studie durchaus vergleichbar. Auch bei Versuchen mit Menschen zeigte sich, das hier die gleichen Moleküle wirken. Wird die Haut zu viel UV- Strahlung ausgesetzt, erhalten diese Zellen mehr TRPV4- Kanäle und auch mehr Endothelin, wie es in der Studie weiter heißt.

Nach Ansicht der Wissenschaftler lassen sich die Ionenkanäle recht einfach blockieren. Geeignete Substanzen sind bereits verfügbar. Sie sind im Momentan in der Lungen- und Nierenforschung im Einsatz. In gut fünf Jahren könnte die erste Hautcreme auf den Markt kommen, die diese Substanzen enthalten, so die Wissenschaftler.

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