Schlaftabletten können Alzheimer- Risiko stiegern


Schlaftabletten sollten nicht zu lange und auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, denn sie können nicht nur süchtig machen und zum Verlust kognitiver Fähigkeiten führen, sondern können auch das Alzheimer- Risiko steigern. Das ist das aktuelle Ergebnis einer französischen Studie.

Viele Menschen in Deutschland haben Schlafprobleme, vor allem ältere Menschen leiden darunter nicht einschlafen zu können. Hier werden schnell einmal Schlaftabletten geschluckt. Zudem helfen sie auch gegen Ängste oder Krämpfe. Dennoch sind sie nicht ganz ungefährlich, wie jetzt eine neu Studie bewiesen hat.

So können Schlaftabletten wie Valium, Adumbran oder Tavor die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen und schnell zu einer Sucht führen. Diese Beeinträchtigungen sind ja schon länger bekannt, nun haben Experten auch die Vermutung, dass bei langer Einnahme auch das Risiko steigt, an Alzheimer zu erkranken.

Wie eine französische Studie nun ermittelt haben will, steigt das Alzheimer- Risiko um bis zu 51 Prozent, wenn Patienten in der Vergangenheit drei Monate lang Schlaftabletten zu sich genommen haben. Je länger die Tabletten eingenommen werden, desto höher das Risiko, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht.

Bi der Untersuchung handelt es sich um eine Langzeitstudie. Die Wissenschaftler untersuchten 3777 Senioren ab einem Alter von 65 Jahren und begleiteten sie mehr als zwei Jahrzehnte lang. Etwas mehr als 1000 männliche und weibliche Probanden wurden ausgewählt, die keine Alzheimer- Symptome zeigten und in den ersten drei Jahren keine Schlaftabletten einnahmen.

Fünf Jahre nach Beginn der Studie bildeten die Wissenschaftler eine weitere Gruppe, die ab sofort Schlaftabletten einnehmen sollten. Nach acht, zehn, 13 und 15 Jahren erhielten weitere Patienten den Wirkstoff. Am Ende der Studie hatten 25 Prozent der etwas mehr als 1000 Probanden eine Demenz entwickelt.

Probanden die die Schlaftabletten zu sich nahmen, erkrankten zu 32 Prozent an Alzheimer, bei den Testpersonen die auf Schlaftabletten verzichteten erkrankten 23 Prozent. Allerdings sind weitere Studien notwendig um einen klaren Zusammenhang zwischen Schlaftabletten und Alzheimer nachzuweisen.

Dennoch sollte die Studie Anlass sein, die Verschreibung dieser Medikamente ein weiteres Mal zu überdenken. Gerade wegen ihrer großen Nebenwirkungen raten Gesundheitsbehörden in einigen Ländern von der Einnahme dieser Medikamente besonders bei älteren Menschen ab, weil sie süchtig machen und mit dem Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Erinnerung und lernen einhergehen.

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