Studie: jeder zweite Deutsche ist zu dick


Deutschland wird immer fetter: Das ist das ernüchternde Urteil einer jetzt veröffentlichten Studie. Demnach leiden jetzt mehr als 50 Prozent der Menschen unter einem zu hohem Gewicht. 16 Prozent sind sogar fettleibig. Hauptgrund hierfür ist in fast allen Fällen eine falsche Ernährung. Übergewichtige haben oft auch mit Folgeerkrankungen zu kämpfen.

Vielen ist es vielleicht schon aufgefallen, man sieht immer mehr übergewichtige Menschen in Deutschland. Dies ist ein gefährlicher Trend, der allerdings nicht nur in Deutschland zu beobachten ist. Einer aktuellen Studie zufolge ist mittlerweile jeder zweite Deutsche zu dick. Wer zu viel wiegt hat auch ein höheres Risiko an Krebs, Diabetes oder Herz- Kreislauf- Leiden zu erkranken.

Der Studie zufolge sind 52 Prozent der Deutschen zu dick, damit sind Normalgewichtige weiterhin in der Unterzahl. Laut dem Statistischen Bundesamt waren im vergangenen Jahr 62 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen zu dick. Vor vier Jahren waren es noch 51 Prozent und vor acht Jahren lag der Schnitt noch deutlich unter 50 Prozent.

16 Prozent stark übergewichtig

Die Wissenschaftler haben das Übergewicht anhand des Body- Mass- Index bestimmt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von Übergewicht, wenn der BMI mehr als 25 beträgt. Ab einem BMI von 30 spricht man von sehr starkem Übergewicht. Bei einem Erwachsen von 1,80 Meter wären das 81 bzw. 97 Kilogramm.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind 16 Prozent der deutschen Bürger stark übergewichtig, 17 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen. Damit folgt Deutschland dem weltweiten Trend. Fast 33 Prozent der Weltbevölkerung sind zu dick oder sogar fettleibig. Das geht aus einer US- amerikanischen Studie hervor, die im Mai dieses Jahres veröffentlicht wurde.

Über 2 Milliarden Menschen zu dick

Die Wissenschaftler werteten dafür Daten aus mehr als 180 Ländern aus. Im Jahr 1980 wogen etwa 857 Millionen Menschen zu viel, im Jahr 2013 waren es dann schon 2,1 Milliarden Menschen. Somit steigt ihre Zahl schneller als die Weltbevölkerung. Die Hälfte aller Übergewichtigen lebt in zehn Ländern, da zu zählt neben China, den USA, Indien auch Deutschland.

Hauptgrund dafür sehen Experten in der falschen Ernährung. So essen bereits unsere Kleinen viel zu süße Speisen wie zum Beispiel Kekse oder Müsli. Zudem verdrängt Fertigessen immer mehr frisches Obst und Gemüse aus den Lebensmittelläden. Allein im vergangenen Jahr kauften die Deutschen so viele Tiefkühlprodukte wie noch nie zuvor.

825.000 Tiefkühlpizzen pro Jahr

So wurden im Jahr 2012 289.000 Tonnen Tiefkühlpizza verkauft, 2003 waren es noch 177.000 Tonnen, somit essen die Deutschen pro Jahr 825.000 Tiefkühlpizzen, dabei hat eine Pizza etwa 800 Kalorien. Auf Dauer wirkt sich das natürlich negativ auf den Gesundheitszustand aus. Zudem haben viele Erkrankungen ihren Ursprung im Übergewicht.

Besonders zu viel Fett am Bauch, zwischen den Organen und in der Leber belastet den Stoffwechsel. Ein normales Körpergewicht verringert im Gegensatz dazu das Risiko auf viele Erkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck und Diabetes. Auch Herzinfarkte und Schlaganfälle treten bei schlanken Menschen deutlich seltener auf.

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