Herzschrittmacher kommen vielelicht bald ohne eigene Batterie aus


In Naher Zukunft könnte es Herzschrittmacher geben die ohne eigen Batterie auskommen, somit wären weitere Operationen zum Batteriewechsel überflüssig, was auch die Kosten im Gesundheitswesen senkt. Forscher aus den USA haben ein neues Gerät entwickelt, dass sich seine Energie von den menschlichen Organen besorgt.

Herzschrittmacher sind für Millionen Menschen auf der ganzen Welt unerlässlich, dennoch ziehen Herzschrittmacher weitere Operationen nach sich. Denn neigt sie die Batterie dem Ende, muss der Patienten wieder einmal unters Messer. Doch eine neue Erfindung weckt Hoffnung bei den Patienten mit Herzschrittmachern. Ein neues Gerät soll die Energie liefern.

Herz und Lunge als Energiequelle

Doch woher bekommt das Gerät dann seinen Strom? Aktuellen Angaben der Erfinder zufolge ist das Gerät in der Lage, eine alternative Stromquelle anzuzapfen, die menschlichen Organe. So gewinnt das Gerät elektrische Energie durch die Bewegung der Organe.

So gelten die Bewegungen von Herz und Lunge als eine unerschöpfbare Energiequelle solange der Patient lebt, erklären die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Wie es weiter heißt, erzeugen bestimmte Materialien elektrische Spannungen, wenn sie elastisch verformt werden.

bis zu acht Volt

Das verwendete Material besteht aus Blei- Zirkon- Titan, dieses wiederum besteht aus Blei, Zirkonium, Titan und Sauerstoff. Diverse benachbarte winzige Bänder aus dem Material sind eingebettet in weitere Metallschichten. Umhüllt wird das Ganze von einem biokompatiblen Kunststoff, wodurch der hauchdünne Energieerzeuger direkt auf Organe genäht werden kann.

Damit das neuartige Gerät die Energie auch gleich Zwischenspeichern kann, besitzt es eine Mikrobatterie. Eine einzelne Lage des Energieerzeugers lieferte in ersten Tests eine Spannung von bis zu 3,7 Volt. Mehrere Lagen zusammen können bis zu acht Volt bereitstellen, was für moderne Herzschrittmacher auch vollkommen ausreicht.

Kosten im Gesundheitswesen werden gesenkt

Um die Haltbarkeit des Gerätes zu testen, wurde er in Versuchen 20 Millionen Mal gebogen und zurückgebogen. Den Wissenschaftlern ist in der Auswertung keine einzige Ermüdungserscheinung aufgefallen. Im Anschluss testen die US- amerikanischen Wissenschaftler das neu artige Gerät an Tieren, die ähnlich große Organe besitzen wie Menschen.

Dabei konnten die Forscher feststellen, dass die Bewegungen der rechten Herzkammer den größten Ertrag lieferte. Damit dürften weitere Operationen von Patienten mit Herzschrittmachern Geschichte sein, wenn ein Batteriewechsel ansteht, denn immerhin sind diese Operationen auch mit Risiken verbunden. Zugleich sinken auch die Kosten für das Gesundheitswesen.

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