Studie: Fluglärm kann das menschliche Herz schädigen


Fluglärm kann die Gefäße schädigen und zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie. Der Effekt war sogar so eindeutig, dass die Studie vorzeitig beendet werden konnte.

Dass Fluglärm nicht gerade gesund für den menschlichen Körper ist, sollte jedem klar sein. Eine aktuelle Studie hat nun auch herausgefunden, dass Fluglärm auch schlecht für das menschliche Herz ist. Um die Auswirkungen von Fluglärm auf den menschlichen Körper zu simulieren, nahmen die Testpersonen ein Gerät mit nach Hause, dass Fluglärm in ihren Schlafzimmern simulierte.

Die Ergebnisse waren mehr als eindeutig und zwar so eindeutig, dass die Studie sogar vorzeitig beendet konnte. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Fähigkeit der Arterien sich zu erweitern, mit steigenden Lärmpegel abnehmen. So ist die Gefahr größer an Bluthochdruck zu erkranken, aber auch Schlaganfälle oder Herzinfarkte können die Folge sein.

60 Flüge pro Nacht simuliert

Schon in der ersten Untersuchung im Jahr 2013 hatten die Wissenschaftler der Universität Mainz nachgewiesen, dass Fluglärm die Gefäße schädigen kann. Der Effekt sei bei Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung oder einem Risiko hierfür noch viel deutlicher ausgeprägt, heißt es in der Studie.

An der Studie nahmen 60 Probanden teil, die sich freiwillig gemeldet hatten. Sie erhielten ein Gerät, das den Fluglärm simulierte. Einige Nächte musste das Gerät eingeschaltet sein, andere wiederrum nicht. In jeder Versuchsnacht wurden 60 Nachflüge bei einem mittleren Schallpegel von 46 Dezibel simuliert. Das entspricht etwa niedriger Zimmerlautstärke.

Ergebnis nach 60 Probanden eindeutig

Eigentlich sollten 100 Testpersonen an der Studie teilnehmen, doch nach bereits 60 Probanden waren die Ergebnisse so eindeutig, dass eine Fortsetzung in den Augen der Wissenschaftler nicht nötig erschien. Besonders auffällig: Der Lärm schädigt die Gefäße, obwohl die Testpersonen Medikamente dagegen einnahmen.

Den Ärger den die Probanden während der Studie empfanden und ihre grundsätzliche Einstellung zum Thema Fluglärm floss hingegen nicht in die aktuelle Studie mit ein, heißt es zum Abschluss der aktuellen Studie.

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