Studie: Durch den Verzehr von Joghurt Diabetes- Risiko deutlich senken


Wer in der Woche durchschnittlich 625 Gramm Joghurt zu sich nimmt, kann sein Diabetes- Risiko um gut 30 Prozent senken. Zu diesem Schluss kommenden Wissenschaftler aus Großbritannien. Aber auch andere Molkereiprodukte können einen positiven Effekt auf das Diabetes- Risiko haben.

Diabetes wird besonders in den Industriestaaten immer mehr zur Volkskrankheit. Doch Wissenschaftler finden immer neue Ernährungsformen, die das Diabetes- Risiko senken können. Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass mediterrane Ernährung das Diabetes- Risiko um 30 Prozent senken kann.

28 Prozent geringere Risiko

Nun haben Wissenschaftler ebenfalls herausgefunden, dass der Verzehr von viel Joghurt sich ebenfalls positiv auf das Diabetes- Risiko auswirken kann. Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge zogen diesen Schluss aus vergleichenden Untersuchungen der Essgewohnheiten von Menschen, die später an Diabetes erkrankten, und von anderen zufällig ausgewählten Studien- Teilnehmern.

Die Wissenschaftler räumten in ihrem Bericht allerdings ein, dass es bis jetzt noch vollkommen unklar sei, warum Joghurt das Diabetes- Risiko senke. Der aktuellen Studie zufolge, war das Diabetes- Typ 2- Risiko bei den Testpersonen um durchschnittlich 28 Prozent geringer, wenn sie pro Woche etwa 625 Gramm Joghurt aßen.

Auch andere Molkereiprodukte wirken sich positiv aus

Doch auch andere Molkereiprodukte hatten einen ähnlichen Effekt, auf das Diabetes- Risiko, wie die Wissenschaftler in ihrer Studie berichten. So kann sich der Verzehr von einigen fettarmen Frischkäsesorten positiv auf das Diabetes- Risiko auswirken.

Die britischen Forscher hatten im Rahmen ihrer Studie Aufzeichnungen ausgewertet, die 753 später an Diabetes vom Typ 2 erkrankter Teilnehmer einer Woche lang zu ihren Essgewohnheiten gemacht hatten. Diese Angaben verglichen die britischen Wissenschaftler mit den Angaben von mehr als 3500 zufällig ausgewählten Studienteilnehmern.

Joghurt enthält gesundheitsfördernde Stoffe

Die Wissenschaftler räumten in ihrem Artikel jedoch außerdem ein, dass ihre Studie nicht den Beweis dafür liefern würde, dass das Essen von Joghurt und anderen Molkereiprodukten an sich der Grund für ein geringes Diabetes- Risiko sein könnte.

Allerdings versäumten sie es nicht darauf hinzuweisen, dass Joghurt gesundheitsfördernde Stoffe, wie Vitamin D, Magnesium, Kalzium, eine spezielle von Vitamin K sowie probiotische Bakterien enthalte. Ihre Studie veröffentlichten die Forscher erstmals in dem Fachmagazin „Diabetologia“.

Bis 2030 550 Millionen Diabetiker

Bei Diabetes handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, auch Zuckerkrankheit genannt. Das Wort beschreibt das Hauptsymptom, die Ausscheidung von Zucker über den Urin. Bei Diabetes kommt es zu einer Überzuckerung im Blut.

In Deutschland leben in der Zwischenzeit mehr als sechs Millionen Menschen die an Diabetes erkrankt sind, besonders hoch ist ihr Anteil in sozialschwachen Gegenden. So kommt Diabetes vor allem in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, kleinen Einkommen und geringer Kaufkraft vor, doch warum dies ist so ist, ist noch vollkommen unklar, dies soll aber in kommenden Studien geklärt werden. Nach aktuellen Schätzungen soll es bis 2030 weltweit 550 Millionen Diabetes- Erkrankte geben.

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