Studie: Diabetes wird in China zu großem Problem


Nicht nur in Deutschland, auch in China erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. Einer aktuellen Studie zufolge sind in China in den vergangenen 30 Jahren die Diabetes- Erkrankungen regelrecht explodiert. Die Wissenschaftler führen den rasanten Anstieg auf die schnelle wirtschaftliche Entwicklung des Landes zurück.

Nicht nur Deutschland hat immer mehr mit Diabestes- Erkrankungen zu kämpfen, auch in der Volksrepublik China ist die Zahl der Diabetes- Erkrankten in den letzten 30 Jahren regelrecht explodiert. Im Jahr 1980 lag der Anteil der Bevölkerung unter einem Prozent, im Jahr 2010 lag er hingegen schon bei 11,6 Prozent. Das ist das aktuelle Ergebnis einer Studie, an der auch chinesische Forscher mitarbeiteten.

Bei den Frauen lag der Anteil bei etwa elf Prozent, bei den Männern mit 12,1 Prozent leicht höher. Die aktuelle Statistik aus China legt zudem nahe, das Diabetes Typ 2 oder Altersdiabetes in der Volksrepublik China einen Grenzwert überschreiten könnte, so die Autoren der Studie.

30 Prozent ihrer Krankheit bewusst

Zudem berge ein solch hoher Stand an Diabestes- Erkrankten, das kurzfristig die mit Diabetes in Verbindung gebrachten Krankheiten wie Herz- Kreislauf- Erkrankungen und Nierenversagen sich epidemieartig ausbreiten könnten, wenn das Land keine Gegenmaßnahmen ergreift.

Für die aktuelle Studie wurden im Jahr 2010 die Blutzuckerwerte von 98.658 repräsentativ ausgewählten erwachsen Menschen aus China gemessen. Ihrer Diabestes- Erkrankung bewusst waren lediglich 30,1 Prozent der Probanden. Zwar ließen sich 25,8 Prozent der Erkrankten behandeln, aber in den meisten Fällen unzureichend.

Anteil nimmt im Alter deutlich zu

Außerdem ließ sich aus der Studie ableiten, dass der Diabetiker- Anteil in Ballungsgebieten deutlich höher war, als auf dem Land. Zudem stellten die Wissenschaftler fest, dass der Anteil mit dem Alter deutlich zunimmt.

Den Wissenschaftlern zufolge ist die rasante Zunahme der Diabetes- Erkrankungen in China auf die rasante wirtschaftliche Entwicklung des Landes zurückzuführen. Durch diese Entwicklung nimmt auch die Fettleibigkeit, der Bewegungsmangel und psychische Stress immer weiter zu.

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