Studie: Bundesamt warnt vor Giftstoffen in Kräutertees


Angeblich ist Kräutertee ja gesund. Wie bei vielen Sachen gilt auch hier, dies trifft nur zu, so lange man den Tee nicht im Übermaß genießt. Bei mehr als fünf Teebeuteln pro Tag können Leberschäden auftreten. Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere und stillende Mütter.

Kräutertees sind sehr beliebt, denn immerhin gelten sie als natürliches Heilmittel. So helfen sie zum Beispiel gegen Blasenentzündungen und beruhigen den Magen bei Magenverstimmungen. Doch wie eine aktuelle Studie jetzt herausbekam, soll Kräutertee in hohen Mengen mehr schaden als nützen.

Gesundheitsgefährdung höchst unwahrscheinlich

Wie das Bundesamt für Risikobewertung erklärte, kann Kräutertee in hohen Mengen die Leber schädigen, außerdem werden giftige Pflanzenstoffe aufgenommen. Diese Stoffe bilden Pflanzen zur Abwehr gegen Fressfeinde. Eine Gesundheitsgefährdung durch diese Stoffe ist allerdings höchst unwahrscheinlich, wie das Institut weiter erklärte.

Eine Gesundheitsgefährdung besteht vor allem bei Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern, wenn Kräutertee auf lange Sicht zu häufig getrunken wird. Die Wissenschaftler untersuchten im Rahmen ihrer Studie 221 verschiedene Kräutertees, Teeproben und Teedrogen, als getrocknete Heilpflanze. Unter ihnen waren Sorten wie Babyfencheltee, Kamillentee, Pfefferminztee und Brennnesseltee.

Kinder nicht nur Kräutertees zu trinken geben

In einigen Proben wurden unerwartet hohe Dosen der giftigen Pflanzenstoffe gefunden, wie das Bundesamt erklärte. Da einige Stoffe in Tierversuchen als krebserregend gelten, sollte die Belastung der Lebensmittel so weit wie möglich gesenkt werden. Dies wird besonders gefährlich, wenn man mehr als fünf Teebeutel pro Tag zu sich nimmt.

Eine sichere Aussage wie gesundheitsschädlich Kräutertee in hohen Mengen ist, konnte das Bundesinstitut allerdings nicht machen. Bei der Untersuchung handelt es sich zudem um keine repräsentative Studie. Außerdem empfahl das Institut Eltern ihren Kindern nicht nur Kräutertees zum Trinken zu geben. Generell seinen Tees abwechselnd mit anderen Getränken zu empfehlen.

Grenzwerte nur in der Arzneimittelindustrie

Auch forderte das Bundesinstitut die Hersteller auf, die Kräutertees ausreichend zu kontrollieren und den Ursachen für die Giftstoffe auf den Grund zu gehen. Kurz nach Veröffentlichung der Studie meldete sich auch der deutsche Teeverband zu Wort und erklärte seinerseits, das er sich schnellstens um eine zügige Aufklärung bemühen werde.

Bei den Giftstoffen handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe. Diese kommen natürlicherweise in 6000 Pflanzensorten vor. In Deutschland kommen diese Stoffe in den Pflanzen Gemeines Geiskraut oder im Jakobskreuzkraut vor. Aber auch Honig kann mit diesen Pflanzenstoffen belastet sein. In Hohen Dosen wirken diese Stoffe giftig und können zu schweren Leberschäden führen. Es gibt zwar Grenzwerte, aber diese sind bisher nur im Arzneimittelbereich definiert.

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