Neue Studie: Armut macht krank und mindert Lebenserwartung


Laut einer aktuellen Studie des Robert- Koch- Instituts haben Menschen mit einem niedrigen Sozialstaus ein erhöhtes Risiko auf chronische Krankheiten sowie den frühzeitigen Tod. Selbst Kinder aus diesen Familien haben ein erhöhtes Risiko für einen schlechten Gesundheitszustand.

Die Schere zwischen arm und reich geht in Deutschland immer weiter auseinander. Eine aktuelle Studie hat nun herausgefunden, dass Einkommen, Beruf und Bildung maßgeblich über das Risiko entscheiden, ob jemand eine chronische Krankheit entwickelt und ob jemand frühzeitig stirbt.

Erhöhtes Risiko früher zu sterben

Dies geht aus aktuellen Daten des Berliner Robert- Koch- Instituts und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Demnach haben Menschen mit einem niedrigeren sozialen Status ein deutlich erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine chronische Krankheit zu entwickeln.

Zudem haben sie auch ein erhöhtes Risiko vor dem 65. Geburtstag zu sterben im Gegensatz zu Menschen mit einem höheren sozialen Status. Die Menschen selbst schätzen ihren allgemeinen Gesundheitszustand deutlich schlechter ein. Drauf wiesen die Autoren der Studie in einer Stellungnahme hin.

Frauen leiden deutlich öfter an Adpipositas

Die Ergebnisse zu der Studie Gesundheit Erwachsener in Deutschland zeigte zudem deutliche Unterschiede. Frauen mit einem niedrigen sozialen Status haben der Studie zufolge ein um 3,1 fach erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken. Sie rauchen auch öfter und treiben deutlich weniger Sport, wie es im Bericht weiter heiß.

Übergewicht und Adipositas ist bei ihnen 4,4-mal häufiger als beim Bundesdurchschnitt vorzufinden. Zudem schätzen diese Frauen ihrer Gesundheitszustand 5,5-mal häufiger als mittelmäßig oder schlecht ein. Bei Männern sind die Unterschiede nicht ganz so gravierend: Sie erkranken nur 1,8-mal öfter an Diabetes und Adipositas tritt bei ihnen 2,3-mal häufiger auf.

Weichen werden schon in der Kindheit gestellt

Ihre Gesundheitseinschätzung fällt vier Mal häufiger nur mittelmäßig oder schlecht aus. Dennoch laufen Männer Gefahr früher zu sterben als Frauen. Bei den Männern ist die Gefahr 2,7- fach erhöht, während sie bei den Frauen nur das 2,4- fache beträgt. Bei den Männern mit niedrigen Einkommen ist die Lebenserwartung um 10,8 Jahre verkürzt, bei Frauen nur um 8,4 Jahre verkürzt.

Die Weichen für diese Entwicklung werden bei den jeweiligen Menschen bereits in Kindesjahren gestellt, so die Autoren der Studie weiter. Dies bewies auch eine weitere Studie des Robert- Koch- Instituts. So haben Kinder aus sozial schwachen Familien ein erhöhtes Risiko für einen allgemein schlechten Gesundheitszustand.

Präventionsgesetz schnell umsetzen

Zudem sind diese Kinder deutlich öfter übergewichtig und treiben weniger Sport. Selbst das Risiko für psychische Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten ist bei diesen Kindern erhöht.

Daher fordern die Autoren der Studie, dass das Präventionsgesetz schnell und mit Nachdruck umgesetzt wird. Außerdem sollten neben den Sozialversicherungsträgern auch Kommunen, zivilgesellschaftliche Akteure und Träger mit ins Boot geholt werden, heißt es zum Abschluss des Berichts.

2 Kommentare
  1. sonnhaus@gmail.com'

    Franz Schindlbeck

    15. März 2014 at 01:15

    Nun sind wir so weit, was unsere „guten Politiker wollen“ , die Ärmeren sterben früher damit sie sich vom Steuergeld mehr in die Taschen schieben können. Wann ist Deutschland entlich so weit sich wehren. Jährlich vergeuden sie Millionen von Euros ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Finden sie das in ordnung? Meiner und vieler anderer Meinungen, die Politiker müßen entlich zur Verantwortung gezogen werden und sich vor Gericht verantworten müßen genau so wie Herr Hoenes, den diese Herren haben noch viel mehr auf dem Kerbholz wie er. Wo sind die ehrlichen Deutschen Gerichte. Ich werde auf jeden fall keine Ruhe geben bis auch diese sogenannten Volksvertreter vor Gericht stehen, oder sie schauen auch mehr auf die eigenen Deutschen Arbeiter und Rentner das sie ein ortentliches Leben führe können.

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  2. kap1939@yahoo.de'

    Erich Arlt

    15. März 2014 at 05:54

    Das dürfte wohl die gröste übertreibung sein, ich bin Jahrgang 1939 und bei uns herschte tatsächlich Armut. Da gab es kaum was zu Essen und auch kaum Kleidung, wenn es Kleidung gab waren es Altkleidung die teilweise zu Groß war aber angezogen werden muste da man nichts anderes hatte. Und später in der Schuhle noch gesagt bekam in deinem Mantel passen noch 2 Persohnen rein. Zur Schuhle gabs nur Marmeladen Brot sonst nits , zu Trinken gab es in den 5 Stunden auch nichts. Wier waren trostem nicht unbedingt krank 0der sind deshalb früher gestorben.
    Ich bin heute 75 Jahre obwohl ich auch als Bäcker schwehr Arbeiten muste
    Gruß Erich

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