Stress von Krankenschwestern lassen Sterberisiko von Patienten steigen


Wie viele Patienten nach gängigen Operationen in Krankenhäusern sterben, hängt auch mit dem Bildungsniveau des Pflegepersonals zusammen. Zudem spielt es auch eine große Rolle, wie viele Patienten eine Krankenschwester zu betreuen hat. Je mehr Patienten sie betreuen muss, desto höher auch die Todesrate. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Krankenhäuser haben ja bekanntlich mit immer weiter steigenden Kosten zu kämpfen. Zu leiden hat darunter meistens das Personal. So muss sich das Pflegepersonal um immer mehr Patienten kümmern. Doch ist das gut für die Patienten? Laut einer aktuellen Studie steigt das Todesrisiko der Patienten, je mehr Patienten eine Krankenschwester betreuen muss.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie gibt es in neun europäischen Ländern Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der zu betreuenden Patienten und dem Todesfallrisiko der Patienten gibt. Wie es in dem Bericht heißt, hängen höhere Todesraten immer mit der Arbeitsauslastung des Pflegepersonals sowie dem niedrigen Ausbildungsniveau der Krankenschwestern zusammen.

Todesraten von mehr als sieben Prozent

Im Rahmen der Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten von 420.000 Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Außerdem nahmen sie Todesfälle in mehr als 300 Krankenhäusern unter die Lupe. In erster Linie ging es dabei um Patienten die gängige Operationen wie Eingriffe an ihrer Hüfte, an ihrem Knie oder am Blinddarm hinter sich hatten.

Im Durchschnitt war die Todesrate mit 1,0 bis 1,5 Prozent relativ niedrig. Innerhalb der einzelnen untersuchten Länder gab es überdurchschnittliche Ausreißer von mehr als sieben Prozent. Wie die Wissenschaftler erklärten, erhöhte jeder Patient der zur Arbeitsauslastung einer Krankenschwester hinzukam, das Todesfall- Risiko um sieben Prozent.

Maximal sechs Patienten pro Krankenschwester

Allerdings sank das Risiko auch um sieben Prozent bei jedem um etwa zehn Prozent höheren Ausbildungsstand im Hochschulbereich des Pflegepersonals. Die Wissenschaftler legten den Krankenhäusern nahe, dass sich Krankenschwestern im Höchstfall um sechs Patienten kümmern sollen, denn dann lag das Todesfall- Risiko gleich um ein Drittel niedriger.

Zudem sollten 60 Prozent des Pflegepersonals einen Hochschulabschluss aufweisen. In Krankenhäuser in denen sich das Pflegepersonal um acht Patienten kümmern musste und nur 30 Prozent über einen Hochschulabschluss verfügten, lag die Todesrate gleich um ein Drittel höher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.