Krebs und Herzinfarkt: Im Westen sterben weniger Menschen als im Osten


In den neuen Bundesländern sterben wesentlich mehr Menschen an den Volkskrankheiten wie Krebs oder Herzleiden. Das ergab eine aktuelle Studie des Europäischen Statistikamtes Eurosat. Besonders hoch ist die Sterberate demnach in dem Bundesland Sachsen- Anhalt. Warum das so ist, dass versuchen Experten seit Jahren zu entschlüsseln. Der Überalterung könnte eine Schlüsselrolle zukommen.

In den neuen Bundesländern sind die Menschen offensichtlich kränker als in den alten Bundesländern. Warum dies so ist, versuchen die Experten zu entschlüsseln, eine wichtige Rolle könnte die Überalterung spielen. So ist die Gefahr in Ostdeutschland höher an Krebs, Herzkrankheiten oder einer anderen Zivilkrankheit zu sterben, als in Westdeutschland.

Das geht aus aktuellen Daten des Europäischen Statistikamtes Eurosat hervor, die der „Welt“ vorzuliegen scheinen. Bei der Auswertung der regionalen Sterbedaten wurde sehr schnell klar, dass gute Gesundheit in Deutschland sehr ungerecht verteilt ist, wie die „Welt“ in einem aktuellen Bericht mitteilt.

Viele junge Menschen zogen nach Westdeutschland

Besonders in den neuen Bundesländern ist der Anteil der Menschen sehr hoch, die an einer der häufigsten Zivilkrankheiten sterben. Schon seit mehreren Jahren versuchen die Experten herauszufinden, warum Menschen in den neuen Bundesländern öfter krank sind, als Menschen in den alten Bundesländern.

Neben den den Faktoren wie Bildung und Einkommen dürften auch Faktoren wie die Überalterung eine sehr wichtige Rolle spielen. So zogen vor allem junge Menschen seit der Wende nach Westdeutschland, die älteren Menschen blieben in der Regel zurück. Die Auswertung der Daten ergab zusätzlich, dass vor allem ältere Menschen an den so genannten Volkskrankheiten sterben.

Ausnahme bildet das Saarland

Zu ihnen gehören unter anderem Krebs oder Herzleiden. Besonders hoch soll demnach die Sterberate in dem ostdeutschen Bundesland Sachsen- Anhalt sein, wie die Tageszeitung weiter berichtet. So kamen laut der Studie auf 10.000 Einwohner 1310 Todesfälle. In keinem anderen Bundesland ist die Sterblichkeit so hoch.

Zu den Bundesländern mit den höchsten Sterberaten gehören außerdem Sachsen, Saarland, Thüringen und Mecklenburg Vorpommern. Mit der Ausnahmen vom Saarland handelt es sich dabei ausschließlich um Bundesländer aus Ostdeutschland.

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