Studie: Neue Gen- Therpaie lindert motorische Probleme bei Parkinson


Parkinson gilt auch weiterhin als unheilbar. Doch eine neue Gen- Therapie weckt neue Hoffnung. So konnten die typischen motorischen Probleme bei Parkinson deutlich gemindert werden. Kritik an der Studie kam allerdings aus Kanada.

300.000 bis 400.000 Menschen leiden in Deutschland an Parkinson. Weltweit sind es ungefähr fünf Millionen Menschen. Bei Parkinson handelt es sich um eine langsam voranschreitende neurologische Erkrankung, die bis heute immer noch nicht heilbar ist. Doch nun gibt es Hoffnung für die fünf Millionen Erkrankten weltweit.

Laut einer Studie konnten die motorischen Fähigkeiten von 15 Probanden verbessert werden, nachdem sie eine Gen- Therapie erhalten hatten. Wie die Wissenschaftler betonten, liefert die neue Therapie erfolgsversprechende Aussichten, zudem ist sie auch sicher.

Dopamin- Produktion angeregt

Die ProSavin- Therapie gleicht dabei den Dopamin- Mangel aus, an dem Menschen leiden, die an Parkinson erkrankt sind. Dazu werden drei für die Dopamin- Produktion wichtige Gene in entkernte Viren injiziert. Diese Viren wiederum werden dann in bestimmte Regionen in das menschliche Gehirn injiziert.

Dort sollen sie dann in Gehirnzellen eindringen und die Dopamin- Produktion anregen. Dies erfolgt durch die neuen DNA- Teile. An der Studie nahmen 18 Probanden zwischen 48 und 65 Jahren teil, die an Parkinson im fortgeschrittenen Stadium litten. Die Studie startete im Jahr 2008.

Kritik aus Kanada

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, je höher die Dosis, desto höher der Effekt. So verbesserten sich bei den Probanden die Koordinationsfähigkeit und der Gleichgewichtssinn, wie es in dem Bericht der Wissenschaftler heißt der im Magazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Außerdem konnte ein Rückgang des typischen Muskelzuckens beobachtet werden. Kritik an der Studie gab es hingegen aus Kanada. So kritisierten Wissenschaftler, dass die neue Therapie die nicht- motorischen Fähigkeiten bei Parkinson außer Acht ließen. So beeinträchtigen Charakterveränderung bei Parkinson die Lebensqualität deutlich mehr als motorische Probleme.

400.000 Erkrankte in Deutschland

Auf der ganzen Welt leiden schätzungsweise fünf Millionen Menschen an Parkinson, Tendenz steigend. Die Erkrankung beginnt meistens zwischen dem 50. Und 79. Lebensjahr. Das Parkinson- Syndrom kann aber auch schon vor dem 40. Lebensjahr auftreten. In der Altersgruppe zwischen 40. und 44. Jahren erkrankt einer von 100.000 an dem Parkinson- Syndrom.

Bei den über 80 Jahre alten Menschen leiden etwa 1,5 bis 2 Prozent an Parkinson- Syndrom. Aktuellen Statistiken aus Deutschland zufolge leiden hier derzeitig etwa 300.000 bis 400.000 an dieser Krankheit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.