Neue Therapie gegen Haarausfall entwickelt


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duxschulz / pixelio.de

Für Menschen mit Haarausfall gibt es vielleicht bald Hoffnung. In einer aktuellen Studie konnten Wissenschaftlern Probenaden Zellen verpflanzen, die dafür sorgen, dass die Haare wieder sprießen. Allerdings fehlen noch Langzeitstudien und Erkenntnisse zur Wuchsrichtung und zur Haarfarbe.

Viele Menschen haben arge Probleme damit, wenn ihnen die Haare auf dem Kopf ausgehen. Doch nun gibt es Hoffnung. Wissenschaftler haben eine neue Therapie für Haartransplantationen entwickelt. Statt ganzer Hautteile werden dabei einzelne Zellen verpflanzt.

Bisherige Versuche beim Menschen schlugen fehl

Dies haben die Wissenschaftler bereits im Labor probiert und neue Haare sprießen lassen. Sie hatten im Vorfeld Zellen verpflanzt, die neue Haarfollikel haben sprießen lassen. Dieser Prozess läuft im Körper automatisch vor der Geburt und nach Verletzungen ab. Die neue Methode könnte in Zukunft vor allem für Patienten in Frage kommen, die nicht genug Haare für eine normale Haartransplantation haben.

Bei Versuchstieren war es in der Vergangenheit schon öfter gelungen, haarbildende Zellen so zu vervielfältigen und zu transplantieren. Entnommen werden diese Zellen aus dem Teil des Haarfollikels, dass das Haarwachstum steuert. Beim Menschen schlug dies bis jetzt fehl. Erst eine dreidimensionale Zellkultur ermöglichte es letztendlich, dass sich die Haare vermehrten.

Bei fünf von sieben Probanden funktionierte das neue Verfahren

Für die aktuelle Studie wurde das neue Verfahren bei sieben Probanden erprobt, die unter erblich bedingten Haarausfall litten. Bei fünf von sieben Probanden hatten sich innerhalb von etwa sechs Wochen neue Haarfollikel gebildet, wie es im Bericht der Wissenschaftler heißt. Diese passten auch genetisch zum jeweiligen Spender.

In manchen Fällen waren auch nur kleine Harre gewachsen, die nicht stark genug waren, um alle Hautschichten zu durchdringen, so die Wissenschaftler weiter. Für etwa 90 Prozent der Frauen die unter Haarausfall leiden, kommt eine Haartransplantation nicht in Frage, weile sie nicht genug Haare besitzen, die verpflanzt werden könnten.

Langzeitstudien erforderlich

Durch das neue Verfahren kann man allerdings mit Zellen des Patienten aus wenigen hundert Haaren neue Haarfollikel entstehen lassen. Aktuelle Therapien konnten bis heute nur den Haarausfall hinauszögern oder das Haarwachstum bestehender Haarfollikel anregen. Doch bis das Verfahren am Menschen angewendet werden kann sind weitere Studien nötig.

Bis jetzt fehlen noch Erkenntnisse über Wachstumsrichtung und Farbe der neuen Haare. Außerdem müssten auch noch Langzeitstudien durchgeführt werden. Was eine solche Therapie kosten würde, darüber konnten die Wissenschaftler auch noch keine Angaben machen.

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