Leukämie: Erste Gen- Therapie gegen Blutkrebs entwickelt


US- amerikanische Wissenschaftler haben unter Umständen eine Gen- Therapie entwickelt, die Blutkrebs heilen könnte. Bei vielen Patienten wurde eine vollständige Remission erreicht. Bei den Patienten, bei denen eine Teil- Remission erreicht wurde, gehen die Krebszellen nach einem Jahr nach der Behandlung immer noch zurück.

Leukämie oder auch andere Sorten von Blutkrebs enden nicht selten tödlich. Doch eine neue Studie zu einer Gentherapie aus den USA macht jetzt Hoffnung. Die Wissenschaftler melden jetzt erstaunliche Erfolge. In sechs Forschungsgruppen worden 120 Patienten behandelt. Nur einige wenige Patienten erhielten vor Jahren eine experimentelle Behandlung und sind bis heute Krebsfrei.

In der besagten Studie konnte bei allen fünf erwachsenen Patienten und bei 19 von 22 Kindern eine vollständige Remission erreicht werden. Dies bedeutet, dass nach der Behandlung keine einzige Krebszelle mehr gefunden wurde. Doch einige wenige Patienten erlitten auch einen Rückfall.

Dauerhaft keine Krebszellen nachweisbar

Eins hatten alle Testpersonen gemeinsam: Sie waren im Vorfeld erfolglos behandelt wurden und litten an einer schweren Leukämie. Einige von ihnen hatten schon mehrere Knochenmarktransplantationen und bis zu zehn Chemotherapien hinter sich. Die Gentherapie stellte ihre letzte Hoffnung dar.

Unter ihnen auch ein acht Jahre altes Mädchen, die Ärzte rechneten damit, dass ihre Organe binnen von wenigen Tagen versagen würden. Heute, gut zwei Jahre später, befindet sich keine Krebszelle mehr in ihrem Blut. Wie die Wissenschaftler erklärten, hat die Behandlung gute Chancen als erste Gen- Therapie in den Vereinigten Staaten zugelassen zu werden.

Erste Gen- Therapie gegen Krebs

Zudem stellt sie auch die erste Gen- Therapie gegen Krebs weltweit dar. In Europa ist allerdings schon eine Gen- Therapie gegen seltene Stoffwechselkrankheiten zugelassen. Bei der Therapie werden aus dem Blut des Patienten Millionen weiße Blutzelle, die so genannten T- Zellen herausgefiltert. Im Labor wird ihnen ein Gen hinzugefügt, was dann die Krebszellen angreift.

Die modifizierten T- Zellen werden dem Patienten dann per Infusion zurückgegeben. Dies nimmt in der Regel drei Tag in Anspruch. Die dauerhaft veränderten Zellen vermehrten sich dann im Körper und bildeten eine regelrechte Armee, die den Krebs angriff. An der Entwicklung der Behandlungstherapie sind zudem mehrere Pharma- und Biotechunternehmen beteiligt.

Laborkosten von 18.000 Euro pro Patient

Im kommenden Jahr sollen dann klinische Studien folgen, bei einem guten Ergebnis könnte die Therapie bereits im Jahr 2016 zugelassen werden. Die Therapie könnte ein großer Schritt nach vorn sein, doch nur die Zeit wird zeigen, ob die Remissionen bestand haben werden. Für das laufende Jahr werden in den USA 49.000 neue Fälle von Leukämie, 70.000 Fälle von Non- Hodgin- Lymphomen und 22.000 Fälle von Multiplen Myelomen erwartet.

Bis heute erhielten die Therapie nur die Patienten, die sich in Lebensgefahr befanden, weil andere Therapien nicht angeschlagen hatten. Dabei muss die Gen- Therapie auf jeden Patienten individuell zugeschnitten werden. Die Laborkosten belaufen sich dabei auf 18.000 Euro ohne Gewinnmarge.

Nebenwirkungen möglich

Dies ist aber noch günstiger als viele Medikamente oder Transplantationen. Allerdings kann die Gen- Therapie schwere grippeähnliche Symptome hervorrufen. Diese Nebenwirkungen sollen aber nur vorrübergehend sein und eine keine gesundheitlichen Schäden verursachen, so die Wissenschaftler.

Doch nicht bei allen Patienten konnte eine vollständige Remission erreicht werden, bei denen eine Teil- Remission erreicht wurde, gehen die Krebszellen nach einem Jahr immer noch weiter zurück. Die vollständige Remission kann schon nach einem Monat erreicht werden, wenn alles gut läuft, erklären die Wissenschaftler.

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