Studie: Jeder dritte Erwachsene auf der Welt ist zu dick


Weltweit werden die Menschen immer dicker, selbst in Entwicklungsländern ist dieser Trend zu beobachten. So hat sich die Zahl der Übergewichtigen in diesen Ländern fast vervierfacht. Die meisten Übergewichtigen gibt es aber weiterhin in Großbritannien und in Nordamerika wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht betonen.

Nicht nur in Deutschland gibt es immer mehr übergewichtige Menschen, auch in anderen Teilen der Welt. Weniger Getreide und Knollengemüse, mehr Fleisch, Fett und Zucker führen dazu, dass es immer mehr übergewichtige Menschen gibt. Doch besonders in den Entwicklungsländern steigt die Zahl der Übergewichtigen, dass belastet vor allem die Gesundheitssysteme.

Ab BMI 25 übergewichtig

Laut einer aktuellen Studie des ODI ist jeder dritte Erwachsene zu dick, 1,46 Milliarden Erwachsene, mehr als ein Drittel der Erwachsenen weltweit sind fettleibig oder übergewichtig. Besonders besorgt sind die Wissenschaftler wegen der steigenden Zahlen in den Entwicklungsländern. Zwischen 1980 und 2008 hat sich die Zahl der fettleibigen und übergewichtigen Menschen in den Entwicklungsländern vervierfacht.

Übergewicht wird anhand des Body- Mass- Indexes bestimmt, ab einem Wert von 25 gilt ein Mensch als übergewichtig. Das entspricht bei einem Mann mit einer Größe von 1,80 Meter einem Gewicht von 81 Kilogramm. Nach dieser Definition leben in den Industriestaaten etwa 557 Millionen Übergewichtige.

Mehr Krankheiten erwartet

In dem besagten Zeitraum stieg die Zahl der Übergewichtigen in den Entwicklungsländern von 250 Millionen auf 904 Millionen Menschen. Aber auch in den Industriestaaten stieg die Zahl von 321 Millionen im Jahr 1980 auf 557 Millionen im Jahr 2008 deutlich an.

Der Studie zufolge wird dies weitreichende Konsequenzen haben. So wird es deutlich mehr Fälle von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Schlaganfälle und Herzinfarkte geben. Das wird besonders den Gesundheitssystemen zu schaffen machen.

Wenig Interesse die Ernährung umzustellen

Besonders gravierend ist die Lage in China und Mexiko. Hier hat sich die Zahl der Übergewichtigen seit dem Jahr 1980 verdoppelt. Die Menschen essen hier immer wenige Getreide und Knollengemüse und immer mehr Fleisch, Fett und Zucker. Zudem essen die Menschen immer mehr und bewegen sich immer weniger.

Doch die Bürger als auch die Politiker zeigten wenig Interesse diese Umstände zu ändern und für eine gesunde Ernährung in den Entwicklungsländern zu werben, bemängelten die Wissenschaftler in ihrer Studie. Zudem sind die Aufklärungskampagnen der Regierungen nicht ausreichend.

Die meisten Übergewichtigen in Nordamerika

Den größten Zuwachs bei den Übergewichtigen gab es in Südostasien von sieben auf 22 Prozent der Bevölkerung. In den Ländern Nordafrika, Naher Osten und Lateinamerika erreichte die Rate der Übergewichtigen inzwischen den Wert in Europa, der derzeitig bei 58 Prozent liegt.

Der Studie zufolge sind in Europa derzeitig 58 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder fettleibig. In Großbritannien sind es sogar 64 Prozent und in Nordamerika 70 Prozent.

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