Hepatitis- C: Wissenschaftler kommen einem Impfstoff ein gutes Stück näher


Der Hepatitis-C- Virus gehört zu den gefährlichsten Viren auf der Welt. Bis jetzt gibt es noch keine Impfung gegen das Virus, doch Wissenschaftler sind dem Virus jetzt weiter auf die Schliche gekommen, so dass bald doch eine Impfung verfügbar sein könnte.

Schon seit Jahren wird der Hepatitis C- Virus von Wissenschaftlern erforscht. Nun sind Forscher von der Universität Bonn einen großen Schritt weiter gekommen, um einen Impfstoff gegen den Virus zu entwickeln.

185 Millionen Infizierte weltweit

Doch vorher muss eindeutig geklärt werden woher der Virus kommt und wie die Übertragung läuft, erst dann können sich Wissenschaftler Gedanken über eine Impfung machen. Nun hat ein internationales Forscherteam eine mögliche Herkunft des Virus in Nagetieren und Fledermäusen entschlüsselt. Das erklärte die Uni Bonn in einer aktuellen Stellungnahme.

Mit den neuen Erkenntnissen wollen die Wissenschaftler endlich eine Impfung gegen die gefährliche Leberentzündung entwickeln. In der Regel gilt: Wer mit Hepatitis C infiziert ist muss mit gefährlichen Leberschäden rechnen. Nicht umsonst gehört der Erreger zu den gefährlichsten Viren der Welt. Bis heute sind 185 Millionen Menschen mit dem Erreger infiziert.

Hunderttausende in Deutschland infiziert

In Deutschland leben derzeitig mehrere Hunderttausend mit dem Hepatitis- C- Virus. Wie die Uni verlauten ließ, sind die Forscher jetzt einem Impfstoff ein gutes Stück näher gekommen. Das Virus wird in erster Linie über das Blut übertragen. Bis heute gibt es zwei Therapien, aber keine Impfung um sich vor der Infektionskrankheit zu schützen.

Dass es keinen Impfstoff gibt, liegt daran, dass sich Labortiere nicht mit Hepatitis- C anstecken ließen. In der aktuellen Studie nahmen die Wissenschaftler Proben von 4770 Nagetieren und 2939 Fledermäusen. Zudem testeten die Wissenschaftler 8585 Hunde und Katzen sowie 210 Pferde.

Grundlage für einen Impfstoff gefunden

Bei den Nagetieren stießen die Wissenschaftler auf zahllose Viren, die dem Hepatitis- C- Virus sehr ähnlich sind. Bei den Fledermäusen fanden die Wissenschaftler sogar Antikörper gegen das Virus. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich das Virus im Laufe der Evolution in Kleinsäugetieren entwickelt hat und im Laufe der Zeit möglicherweise auf Menschen und andere Tiere übergegangen ist.

Die Wissenschaftler sehen durch die neue Erkenntnis eine gute Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffes. Nagetiere, in den das Virus gefunden wurde, lassen sich gut in medizinischen Laboren halten. Zudem verursacht das Virus auch bei den Nagetieren eine Infektion der Leber, ähnlich wie das Hepatitis-C- Virus beim Menschen.

Ansteckungsrisiko bei bis zu 10 Prozent

Bei Hepatitis- C handelt es sich um eine Infektionskrankheit der Leber, die im Laufe der Infektion zu Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann. Eine Therapie ist ja nach Gentyp nur eingeschränkt möglich. Erstmals wurde das Virus im Jahr 1989 mit Hilfe von gentechnischen Methode identifiziert.

Bei 30 Prozent der Erkrankungen lässt sich der Infektionsweg im Nachhinein nicht mehr feststellen. Besonders gefährdet sind Konsumenten von Drogen wie Heroin. Aber auch Tätowierungen und Piercings sind bei verunreinigten Instrumenten ein Risikofaktor. Laut Literatur wird das Risiko einer Ansteckung mit einem positiven „Spender“ mit 3 bis 10 Prozent angegeben.

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