Menschen in sozialschwachen Gegenden haben öfter Diabetes und Asipostias


Menschen in sozial schwachen Gegenden haben offensichtlich ein höheres Risiko an Diabetes und Adipositas zu erkranken. Das ergab eine deutsche Studie des Münchener Helmholz- Zentrums und des Berliner Robert- Koch- Instituts. Die Forscher hatten die Daten von 33.000 Personen ab 30 Jahren die an einer Telefonumfrage teilgenommen hatten, ausgewertet.

Immer mehr Menschen erkranken in Deutschland Diabetes und Adipositas. Doch welche Menschen sind am meisten gefährdet? Einer aktuellen Studie zufolge erkranken besonders die Menschen an Adipositas die mit einem niedrigen Einkommen in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit und desolaten Arbeitsumfeld leben.

Das bedeutet im Klartext, wer in Deutschland in einer sozioökonomischen benachteiligten Region lebt, hat ein größeres Risiko an Adipositas und Diabetes zu erkranken. Die Erkrankungsgefahr ist dabei unabhängig vom individuellen Sozialstatus der Bewohner dieser Regionen, so die Wissenschaftler in ihrer Studie.

33.000 Menschen befragt

An der Studie waren Wissenschaftler des Münchener Helmholz- Zentrums und des Berliner Robert- Koch- Instituts beteiligt. Die Wissenschaftler hatten im Rahmen der Studie Daten von 33.000 Personen über 30 Jahre ausgewertet. Die Testpersonen hatten zwischen den Jahren 2009 und 2010 an einer telefonischen Gesundheitsumfrage des Robert- Koch- Instituts teilgenommen (GEDA).

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass in sozioökonomischen Regionen Deutschlands besonders oft Menschen an Diabetes und Adipositas erkranken. In der Studie wurden Informationen zum Einkommen, zur Beschäftigung, Bildung, kommunalen Einnahmen, Sozialkapital, Umwelt und Sicherheit ausgewertet.

Risiko für Adipositas um 30 Prozent erhöht

Zudem wurden in die Analyse Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, BMI- Index, Rauchen, Bewegung, Bildung und Leben in einer Partnerschaft mit einbezogen. In der Region mit der höchsten Benachteiligung erkrankten die Befragten zu 8,6 Prozent häufiger an Diabetes und zu 16,9 Prozent häufiger an Adipositas. In der Region mit der niedrigsten Beteiligung lag en die Quoten bei 5,8 bzw. 13,7 Prozent.

Auch vergleichen die Wissenschaftler die Gebiete mit der höchsten und niedrigsten Benachteiligung miteinander. So hatten die Bewohner in den stärksten benachteiligten Regionen eine um 20 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken im Gegensatz zu der am schwächsten benachteiligten Region. Bei Adipositas lag das Risiko sogar um 30 Prozent erhöht.

Mehr als die Hälfte der Deutschen übergewichtig

Dies traf besonders für die weiblichen Bewohner zu. Bei Männern konnte nur ein Zusammenhang beim Adipositas nachgewiesen werden. Bisherige Studien zu diesem Thema waren im Höchstfall wage, wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht betonen. So wurden bis jetzt nur regional begrenzte oder nicht aus Deutschland stammende Daten verwendet.

In Deutschland leiden derzeitig etwa sechs Millionen Menschen über 18 Jahren an Diabetes. An Adipositas leiden derzeitig mehr als 18 Millionen Menschen, mit steigender Tendenz. Schuld daran sind die Überversorgung mit Nahrungsmitteln und die mangelnde Bewegung. Mittlerweile leiden mehr als 50 Prozent der Deutschen unter einem zu hohem Gewicht.

Ein Kommentar
  1. elterngeldinfos@googlemail.com'

    Matthias

    3. März 2014 at 20:28

    Das liegt auch viel daran das gesunde Ernährung einfach teuer ist. Nudeln, Pizza, Pommes usw. bekommt man dagegen sehr günstig. Und gesunde Ernährung ist oft leider in gebildeteren Gesellschaftsschichten häufiger anzutreffen.

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