Führt zu viel Krafttraining zu koronaren Herzkrankheiten ?


Zu viel Training kann dich töten, haben Wissenschaftler herausgefunden.

Männer, die mindestens sieben-einhalb Stunden pro Woche intensiv trainieren, haben eine fast zweimal so Wahrscheinlichkeit unter Herzkrankheiten zu leiden, als diejenigen, die ein normales Sportprogramm ein bis dreimal die Woche verfolgen, behauptet eine neue Studie.

Forscher in Chicago verglichen 25-Jahres-Trainingsmuster mehrerer Männer und machten die überraschende Entdeckung, dass sehr aktive, sportliche Männer mittleren Alters eine 86 Prozent höhere Wahrscheinlicher haben, eine Anhäufung der sogenannten ‚Plaques‘, das sind Gefäßablagerungen in der Herzschlagadern zu bekommen.

Dabei stellte sich überraschend heraus, dass dies nicht für dunkelhäutige Männer gilt. Betroffen sind vor allem weißhäutige Männer.

Es wurde die These aufgestellt, dass das intensive Training im Laufe der Zeit Druck auf den Arterien verursacht, welcher wiederum zu höherer Koronararterienverkalkung (coronary artery calcification ‚CAC‘) führt.

Wissenschaftler warnen jedoch davor, dass kein Training ein ebenso großes Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten ist.

Das Team der University of Illinois in Chicago untersuchte die Bewegungsverläufe von 3.175 hell- und dunkelhäutigen Teilnehmern in der Langzeitstudie ‚CARDIA‘ und bewerteten die Anwesenheit der Koronararterienverkalkung (CAC).

Das Vorhandensein der CAC ist ein bedeutendes Warnsignal für Ärzte, dass ein Patient gefährdet sein könnte, eine Herzerkrankungen zu entwickeln und es ist ein Signal eine frühzeitige präventive Behandlung in Betracht zu ziehen.

Deepika Laddu, Assistenzprofessorin für Physiotherapie am UIC College of Applied Health Sciences, sagte:„Wir erwarteten, dass höhere körperliche Aktivität im Laufe der Zeit mit niedrigeren CAC-Werten verbunden sein wird.“

Einzigartig an der neuen Studie ist die Bewertung langfristiger Bewegungsmuster vom jungen Erwachsenenalter bis zum mittleren Alter.

Die Studiengruppe hatte acht Nachuntersuchungen über 25 Jahre hinweg, von 1985 bis 2011, im Alter von 18 bis 30 Jahren und von 43 bis 55 Jahren.

Die Forscher teilten die Teilnehmer in drei Gruppen auf, basierend auf deren Bewegungsmustern.

Die erste Gruppe wurde definiert als ‚Training unterhalb der empfohlenen Vorgaben von weniger als 150 Minuten pro Woche‘, die zweite Gruppe als ‚Erfüllung der empfohlenen Vorgaben von 150 Minuten pro Woche‘ und die dritte Gruppe als ‚Training überhalb der empfohlenen Vorgaben von mehr als 450 Minuten pro Woche‘.

Insgesamt hatten die Teilnehmer aus Gruppe drei eine 27 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit CAC bis zum mittleren Alter zu entwickeln, als die in Gruppe eins.

Laddu fügte hinzu:“Da die Studienergebnisse ein signifikant unterschiedliches Risikoniveau zwischen schwarzen und weißen Teilnehmern auf der Grundlage langfristiger Übungstrajektorien zeigen, liefern die Daten Argumente für weitere Untersuchungen, insbesondere nach der ethnischen Herkunft und nach anderen biologischen Mechanismen für das CAC-Risiko bei Menschen mit sehr hoher körperlicher Aktivität“.

Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift Mayo Clinic Proceedings veröffentlicht.

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