Cholera: Einige Menschen in Bangladesch gegen Bakterium immun


US- amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass einige Menschen in Bangladesch immun gegen Cholera sind. Die Forscher erklären dies in erster Linie mit der Evolution. Die Wissenschaftler konnten zudem die dafür verantwortlichen Erbregionen ausmachen.

Cholera ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit vorwiegend des Dünndarms. Die Infektion überträgt sich meistens über verunreinigtes Trinkwasser. Die Bakterien können zu extremen Durchfall und Erbrechen führen. Nun haben Wissenschaftler aber eine erstaunliche Entdeckung gemacht, die die Heilung gegen die Krankheit maßgeblich beeinflussen könnte.

500.000 Menschen nach Erdbeben auf Haiti infiziert

So haben Wissenschaftler aus den USA herausgefunden, dass einige Menschen in Bangladesch resistent gegen Cholera sind. Die Forscher entdeckten sogar dafür verantwortliche Erbgut- Regionen.

Die letzte große Cholera- Epidemie gab es im Jahr 2010 auf Haiti, bis zum Juli 2012 infizierten sich mehr als 500.000 Menschen mit dem Bakterium, das sich rasend schnell ausbreitete. 7000 Menschen sind in der Zwischenzeit an der Krankheit gestorben. Angeblich sollten UNO- Blauhelmsoldaten aus Asien das Bakterium kurz nach dem heftigen Erdbeben auf Haiti eingeschleppt haben.

Einige Menschen gegen Cholera immun

Cholera gehört weltweit zu den verheerendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Pro Jahr stecken sich drei bis fünf Millionen Menschen mit der Krankheit an. Symptome der Krankheit sind Erbrechen und Durchfall, die den Körper austrocknen. Warum immer wieder Menschen sich mit Cholera infizieren, ist bis heute noch unklar, nun besteht aber Hoffnung wichtige Fortschritte in der Erforschung der Krankheit zu machen.

So sollen einige Menschen in Bangladesch gegen Cholera immun sein. Dabei stießen die US- Wissenschaftler eher zufällig auf diesen Fund. Sie untersuchten willkürlich 42 Familien in Bangladesch. Wie die Forscher in ihrem Bericht betonten, sei die Resistenz in der Evolution ein Vorteil für bestimmte Bevölkerungsgruppen gewesen, die entlang des Ganges- Deltas lebten.

Ergebnisse sollen bei Impfstoffentwicklung helfen

Nach aktuellen Studien soll dort das geografische Zentrum der Krankheit liegen und die dort lebenden Menschen sind schon seit Jahrtausenden von Cholera bedroht. Aus diesem Grund hat sich dort wohl die Resistenz- Grenze durchgesetzt, heißt es im Fachjournal „Science Translational Medicine“, in dem die Ergebnisse erstmals veröffentlicht wurden.

Die neuen Ergebnisse könnten dabei helfen, besser zu verstehen, warum Menschen an Cholera erkranken. Die Wissenschaftler hegen zudem die Hoffnung, dass ihre Ergebnisse die Entwicklung des Impfstoffes und die Therapie weiter vorantreiben könnten.

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