Bauchspeicheldrüsenkrebs: Träger der Blutgruppe B haben ein deutlich erhöhtes Risiko


Wer erkrankt am häufigsten an Bauchspeicheldrüsenkrebs? Bis jetzt war bekannt, dass Alkohol und Rauchen das Risiko stark erhöht. Nun haben deutsche Wissenschaftler auch herausgefunden, dass Träger der Blutgruppe B ein 2,5- Fach erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.

Es gibt in der Zwischenzeit viele Krebserkrankungen, in denen Rauchen und Alkohol eine große Rolle spielen, so auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nun haben Wissenschaftler aber auch herausgefunden, dass die Blutgruppe B das Risiko erhöht und jeder achte Deutsche hat diese Blutgruppe.

Laut der aktuellen Studie ist bei Menschen mit dieser Blutgruppe B das Risiko um das 2,5- fache erhöht, als bei Menschen die die Blutgruppe null haben, so die Wissenschaftler der Universität Greifswald. Gut 12 Prozent der Deutschen tragen die Blutgruppe B, erklären die Wissenschaftler in ihrem aktuellen Bericht. Auch vorangegangene Studien hatten bei dieser Blutgruppe ein erhöhtes Risiko festgestellt.

Blutgruppe B sehr oft vertreten

Im Rahmen der Studie hatten die deutschen Wissenschaftler das Blut von 4000 gesunden Menschen untersucht, dann von 1400 gesunden Blutspendern und zum Schluss von 1000 Menschen die an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung litten. Die Wissenschaftler untersuchten dann das Blut von den 5400 gesunden Probanden auf mögliche erbliche Faktoren und auf die Höhe der Lipase im Blut.

Dabei stellten sie fest, dass Träger mit einem erhöhten Lipase- Wert, der sich allerdings noch im Normalbereich befand, meistens die Blutgruppe B hatten. Auch bei Patienten mit Penkreatitis hatten einen deutlich erhöhten Lipase- Wert, so die Forscher. In einem weiteren Schritt wurde dann das Blut von das Blut der 1000 Patienten untersucht.

Erhöhtes Risiko

Auch hier trat die Blutgruppe B wieder sehr häufig auf. Die Wissenschaftler errechneten daher ein um 2,5 Fach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Trägern der Blutgruppe null. Der Grund hierfür liegt wohl unter Umständen im Mechanismus der Bauchspeicheldrüsenzellen, so die Forscher.

Die Wissenschaftler empfehlen Menschen mit Risikofaktoren so weit wie möglich auf Alkohol und auf das Rauchen zu verzichten bzw. zu minimieren. Rauchen verdoppelt zum Beispiel das Erkrankungsrisiko. Beim Alkohol spielt die konsumierte Menge eine große Rolle.

Ein Kommentar
  1. hombraider@hotmail.de'

    Stephan

    12. Januar 2016 at 15:01

    „2,5-fach erhöhtes Risiko“ klingt zunächst beängstigend. In genaueren Zahlen – auf das allgemeine Risiko bezogen – bedeutet das, dass einer von 4000 (1:4000) „Blutgruppe-B-Besitzern“ daran erkranken wird. Selbst wenn das Risiko 1:1000 betragen würde, wären das auf Prozent umgerechnet gerade mal 0,1 % der „B-Träger“. 99,9 % von ihnen würden diese Krankheit nie bekommen. Und 99,9 % Sicherheit ist nicht nur in der Medizin praktisch 100%! Bei einem Risiko von 1:4000 ist das Risiko verschindend gering – wie jeder errechnen kann. Also: bei solchen statistischen Risiko-Angstmachereien immer zunächst mal das allgemeine Risiko ergründen und dann das „Spezialrisiko“ in Prozent umrechnen – meist bleibt dann nur Schall und Rauch übrig. Ähnlich ist es beim Röntgen-Risiko: die Wahrscheinlichkeit, dass man nach einer CT-Untersuchung des Brustraumes (Computertomografie) Krebs durch die Strahlung bekommt, beträgt 1: 1000, also 0,1 %. Nach 5 CT-Untersuchungen:0,5%. Also: 99,5% bekommen dann wahrscheinlich keinen Krebs in Folge. und wenn, dann meist erst nach 30-40 Jahren…

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