Allergien: Früher Keimkontakt sollen Allergien verhindern


Allergien werden in Deutschland immer mehr zur Volkskrankheit. So leidet jeder Dritte mittlerweile unter einer Allergie. Wirklich erklären können sich die Wissenschaftler dies nicht, aber vermuten die Ursache im Lebensstil der westlichen Welt. Besonders Kinder sind immer öfter betroffen.

Allergien sind in Deutschland mittlerweile zur Volkskrankheit geworden, so leidet heute schon jede Dritte hierzulande unter einer Allergie. Die Behandlungsmethoden und Prognosen sind so vielfältig wie die Allergien. Die Wissenschaftler versuchen nun herauszufinden, ob ein früher Kontakt zu Keimen den Allergien entgegen wirken kann.

Besonders im letzten Jahrzehnt haben die Allergien in Deutschland deutlich zugenommen, eine eindeutige Erklärung haben die Wissenschaftler für dieses Phänomen jedoch nicht. Unter Umständen könnte eine übertriebene Hygiene für die Zunahme verantwortlich sein, daher prüfen Wissenschaftler, ob ein möglichst früher Kontakt zu Keimen dem entgegen wirken kann.

Drastischer Anstieg seit den 1970er Jahren

Bei vielen Menschen beginnen die Allergien, wie Heuschnupfen, schon in frühen Lebensjahren. So leiden heute schon 20 Prozent der Kinder unter einer Allergie. Bei den Erwachsenen sind es dann schon 30 Prozent. Gerade deshalb suchen Mediziner nach einer Lösung, damit es erst gar nicht zu einer allergischen Reaktion kommt.

Besonders Lebensmittel-, Nahrungsmittel- und Insektenallergien haben seit den 1970er Jahren deutlich zugenommen. Aber auch der Heuschnupfen ist immer weiter auf dem Vormarsch. Erklärt wird diese Zunahme in erste Linie mit dem westlichen Lebensstil. Ein Beweis dafür fanden die Wissenschaftler nach der Wiederbereinigung von Deutschland.

Auslöser sind vielfältig

In den neuen Bundesländern waren Anfang der 1990er Jahre die allergischen Erkrankungen deutlich geringer als in den alten Bundesländern und das trotz höherer Luftverschmutzung in den neuen Bundesländern. In der Zwischenzeit leiden in den neuen wie den alten Bundesländern ungefähr genauso viele Menschen an einer Allergie.

Die Auslöser für eine Allergie sind sehr vielfältig. Sie reichen von einer Pflanzenpolle über Tierhaare bis hin zu Milben. Zudem zeigen auch viele Menschen allergische Reaktionen gegen Insektengifte oder Nahrungsmittel wie Nüsse, Eier oder Milch. Am häufigsten leiden die Menschen aber unter Heuschnupfen.

Kinder siebenmal so oft betroffen

Laut einer aktuellen Umfrage des Robert- Koch Instituts in Berlin leiden 15 Prozent der Befragten unter Heuschnupfen. Somit ist Heuschnupfen die weitverbreitetste Allergie in der westlichen Welt. Zudem zeigen etwa doppelt so viele Menschen wie noch vor 10 Jahren eine allergische Reaktion auf Lebensmittel.

Mit großen Bedenken sehen die Wissenschaftler allerdings die Entwicklung bei Kindern. So ist das Risiko um das Siebenfache gestiegen, dass Kinder eine lebensbedrohliche allergische Reaktion zeigen.

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