AIDS: HIV- Therapie bei Kleinkind zeigt Erfolg


US- amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen ein Baby von Aids zu heilen, nach dem es sich im Mutterleib mit HIV infiziert hatte. Nun soll im kommenden Jahr eine neue Studie beginnen, um die Erkenntnisse zu vertiefen.

Aids ist eine der todbringendsten Krankheiten unserer Zeit. Einmal angesteckt gibt es kein Zurück mehr. Das dachte man zumindest bis jetzt. Doch Wissenschaftler haben es geschafft, ein Kind, das sich im Mutterleib mit HIV infizierte durch eine spezielle Therapie innerhalb von drei Jahren zu heilen.

Therapie begann 30 Stunden nach der Geburt

Dies weckt natürlich Hoffnung bei den Wissenschaftlern, Kinder nach der Geburt erfolgreich behandeln zu können. Wie die US- amerikanischen Wissenschaftler erklärten, könne eine frühe Therapie den Ausbruch von Aids bei Neugeborenen verhindern. Bei der heute drei Jahre alten Amerikanerin kann von funktioneller Heilung gesprochen werden, so die Wissenschaftler.

Bei dem Kind, das sich im Mutterleib mit HIV infizierte, war den US- Forschern zufolge weniger als 30 Stunden nach der Geburt mit der Therapie begonnen wurden. Bereits nach 29 Tagen waren bei dem Kind keine HIV- Vieren mehr nachweisbar gewesen, heißt es in dem Bericht weiter, der im Fachjournal „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.

10 Monate kein Kontakt zum Mädchen

Das Mädchen nahm 18 Monate lang die Medikamente ein, dann verloren die Wissenschaftler den Kontakt zu dem Mädchen für ganze 10 Monate. Und obwohl das Mädchen keine weiteren Medikamente mehr einnahm, brachen bei ihr keine Symptome der durch HIV ausgelösten Immunschwächekrankheit Aids aus.

Wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht erklärten, legen ihre Beobachtungen nahe, dass das Ausbleiben der Symptome kein Zufall war, sondern höchstwahrscheinlich das Ergebnis einer sehr frühen und vor allem aggressiven Therapie, die das HI- Virus letztendlich daran gehindert hat, sich in den Abwehrzellen des Kindes einzunisten.

Erst eine anerkannte Heilung

Durch die guten Nachrichten bedingt, soll im kommenden Jahr eine neue US- Studie zur frühzeitigen antiviralen Therapie bei HIV- infizierten Neugeborenen starten. Gefördert wird die Studie zudem aus US- Bundesmitteln. Während der Schwangerschaft wird diese Therapie auch schon angewendet, dadurch kommen 98 Prozent der Föten ohne Infektion zur Welt.

Dennoch kommen jährlich 260.000 Kinder zur Welt, die sich im Mutterleib mit HIV infiziert haben. Besonders häufig ist dies in den Entwicklungsländern der Fall. Bis heute gibt es nur eine anerkannte Heilung eines Aids- Patienten. Der US- Amerikaner Timothy Brown bei dem in den 1990er Jahren in Berlin Aids diagnostiziert wurde, bekam genetisch verändertes Knochenmark transplantiert. Diese Therapie kann aber nicht massenhaft bei 33 Millionen HIV- Patienten angewendet werden.

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